ECHO 2009

22. Februar 2009

ECHO 2009 in Berlin war eine gelungene Veranstaltung. Nicht nur das Live-Programm, das jeder im TV verfolgen konnte, sondern auch das drum herum – jedenfalls für mich.

Am Eingang wurde ich von einer sehr freundlichen Hostess empfangen, die mich und meine Begleitung direkt an unsere Sitzplätze begleitete. Damit wir das mehr als 3 Stunden Programm locker durch hielten, bekamen wir alle eine Provianttüte mit Sandwich, Kekse, Popcorn, Wasser und O-Saft. Das war in doppelter Hinsicht praktisch: erstens konnte man sich während der Veranstaltung verköstigen; zweitens hatte man auf der Aftershow-Party nicht sofort das Bedürfnis sich aufs Catering zu stürzen.

Die ECHO-Verleihung hatte für mich einige wirklich super coole Highlights. Mutig und gut fand ich es, dass die Show mit dem Super-Act „U2“ eröffnet wurde. Sonst bewahrt man sich solche Highlights meist bis zum Schluss auf. Der wurde diesmal mit den „SCORPIONS“ gemacht, die zu Recht den ECHO für ihr Lebenswerk erhielten.

Eine der emotionellsten Liveacts an diesem Abend war die Unplugged Nummer der „Toten Hosen“, wobei man erwähnen muss, dass es wirklich eine Vielzahl von außergewöhnlichen Performances gab.

Als Udo Lindenberg (17 Jahre nach seinem ECHO für sein Lebenswerk) den ECHO für den besten nationalen Künstler Rock/Pop erhielt, gab es nicht einen einzigen Zuschauer oder Künstler, der ihm diesen Preis nicht von Herzen gönnte, und er machte auch die lockerste und unterhaltsamste Dankesrede.

Natürlich konnten bei einer solchen Liveübertragung einige Patzer nicht vermieden werden, aber das macht ja manchmal auch das besondere einer Liveübertragung aus. Zum Glück hat Oliver Pocher mit seiner direkten und manchmal auch leicht verletzenden Sprüchen die Sache jedesmal auf den Punkt gebracht. Er scheute sich nicht Bruce Darnell nach dessen selbstverliebten Preisübergabe an Helene Fischer (der er den Schuh küsste) sinngemäß mit den Worten zu kommentieren „Jetzt wissen sie auch weshalb Bruce Darnells Show bei der ARD floppte.“ – und er hatte damit genau ins Schwarze getroffen, denn Bruce Darnell mag ein guter Model-Coach sein, aber man sollte ihm nie erlauben mehr als zwei Sätze zu sagen, weil er sonst stets ein Drama daraus macht.

Für die stimmgewaltige kleine Schweizerin Stefanie Heinzman, die ebenfalls einen Echo erhielt, war aber ein Soul-Duett mit Lionel Richie sicherlich das Größte. Lionel Richie erhielt stellvertretend für MOTOWN-Records, einen Sonder ECHO. Immerhin hat MOTOWN seit 50 Jahren unzählige Hits und Künstler wie Diana Ross, Stevie Wonder, Michael Jackson, Temptations und eben Lionel Richie zu Weltstars gemacht.


Die After-Show Party im nahegelegenen „Alten Postbahnhof“ war leider nicht so gelungen, denn sie war hoffnungslos überfüllt. Zwar hatte ich selbst keine Probleme mich frei zu bewegen (aber das liegt vermutlich daran, dass ich mich generell nirgends hinten anstelle), aber selbst die „SCORPIONS“ mussten warten, bis sie in die total überfüllte Location eingelassen wurden – weil einfach nichts mehr ging. Letztendlich haben wir uns trotzdem alle irgendwie gefunden und bis zum frühen Morgen gefeiert.

  • Facebook
  • MySpace
  • Twitter